Im Hausblatt der Industrie- und Finanzoligarchen, der Ausbeuter von Mensch und Natur im Großmaßstab, also in der Zeitung derer, die mit der Zerstörung der Schönheit des Lebens ihre Geschäfte betreiben, findet sich im August 2026 ein – dennoch schöner – Gastbeitrag:
Haben wir verlernt, schön zu bauen? von Albert Kirchengast
Der Beitrag legt seiner Kritik am Verlust der Schönheit durch das industrielle Bauen die Gedanken von William Morris zugrunde. Womöglich weil das in dieser Zeitung einer Nestbeschmutzung gleichkommt, bleibt der Zusammenhang von Wiedergewinnung der Schönheit und der sozialen Revolution, die Morris fordert, ausgespart. Die Macht des Geldes und der Luxus der Reichen stehen der Schönheit entgegen, sie kann nur aus der ganzen Bevölkerung kommen, die befreit vom Profitstreben darüber bestimmen kann, was und wie sie produziert. Der Vortrag Die Schönheit des Lebens, aus dem die Zitate von Morris stammen, findet sich hier auf dieser Webseite. Er endet mit diesen Sätzen:
„Meist werden wir ausreichend damit beschäftigt sein, jene Arbeit zu tun, die vor uns liegt. Wir werden uns durch die Ungeduld, mit der wir nach einem großen, sichtbaren Fortschritt verlangen, nicht allzu sehr erschüttern lassen. Aber da wir für eine Sache eintreten, muss immer Hoffnung in uns sein. Irgendwann einmal wird dies unsere Vision so antreiben, dass sie den langsamen Lauf der Zeit überholt. Dann wird jener siegreiche Tag anbrechen, an dem Millionen derer, die heute in der Dunkelheit sitzen, erleuchtet sein werden von einer Kunst, hergestellt durch das Volk und für das Volk, zur Freude derer, die sie machen, und derer, die sie benutzen.„




